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THE FLYING ARTISTS – ein Männertrio
geht in die Luft.
Rein künstlerisch natürlich.
air-borne painting. by Peter Wischnewski

Männer brauchen immer was zu spielen. Einen Malpinsel, ein Handy oder eben ein Flugzeug. Dann werden sie zu Propellern. Sie drehen durch. Und lassen sich in Gefilde tragen, die nur zu beherrschen sind, wenn die Maschine genügend Sprit an Bord und der Pilot keinen im Blut hat. So war es, und deshalb gelang, was noch keinem Solinger Team bis dahin gelungen war: ein Mal-Atelier in die Luft zu verlegen. Airborne painting, die Welt der Kunst wird einst Peter Wischnewski als Erfinder dieser bahnbrechenden Evolution feiern. Und Timm Kronenberg feiert man gleich mit, da er die verrückte Idee hatte, aus einer verrückten Idee Realität werden zu lassen. Was vor allem einschließt, dass man dem Piloten und Flug-Sponsor, Matthias Kunde, nicht nur danken „muss“, sondern extrem danken sollte, weil er nämlich über seine Internet-Präsenz ganz fantastische Luftbilder von Solingen zur privaten freien Nutzung offeriert. ALLWAYS HAPPY LANDINGS !






Diese beiden wollen heute mal der Lufthansa, AirBerlin oder dem Riesenrad auf dem Solinger Zöppkesmarkt untreu werden und sich mit ganz anderem Geflügeltem hoch in die Luft begeben: mit der D-EEMN, also delta-echo-echo-mike-november, einer Reims-Cessna FR182 Skyline RG.


Falls es nicht so gelingen würde wie geplant, will man gleich schon mal feststellen und festhalten, wer in jedem Falle daran Schuld hätte: der da, in der Mitte, Matthias Kunde. Rechts an der Backbord-Tragfläche sieht man übrigens den Bendel, an dem man sich festhalten muss, falls man den Fallschirm vergessen hat mitzunehmen. Äh. Ja. Vielleicht.


Trotz verblüffender optischer Ähnlichkeit: nein, links, das ist NICHT Hape Kerkeling, sondern Matthias Kunde und die drei Herren zusammengezählt sind auch leider, leider, leider NOCH älter als das im Hintergrund lauernde Oldtimer-Fluggerät, eine De Havilland D.H.104 Dove (also Taube) der LTU (die bekanntlich mal Düsseldorf als Homebase und Hub hatte). Der Vogel (im Hintergrund) wurde 1947 gebaut und flog anfangs für die belgische Sabena. Bei der LTU hatte er übrigens die schöne Registrierung india-november-kilo-alfa, also INKA und hieß dort "Augsburg". Geflogen ist es für die Shell, wahrscheinlich mit Total-Kerosin.


Und so geht es dann von Mühlheim, Startbahn 07/25, der ja bekanntlich auf der Position 51.402033 (Grad Nord), 6.937861 (Grad Ost) liegt (maps.google.de lässt grüßen), ziemlich genau ungefähr 26 KM (>16 mi) lang auf Kurs 165 Grad nach Solingen (für die, die in Erdkunde und Mathe gleichzeitig gefehlt haben, das ist Richtung Süd-Südwest) bis über die Mitte der Solinger Mitte, also die Müllverbrennungsanlage, den Obus-Abstellplatz und die ewig verstopfte Kreuzung Schlagbaum. Die im übrigens unten links gut zu erkennen ist, neben dem Theater, wo noch die Treppe fehlt und überhaupt, Solingen aus der Luft ist so unspektakulär, dass man auch vom Düsseldorf-Abflug von Westen kommend drüber wegfliegt und trotz backbordseitigem Sitzen nichts so richtig Erkennbares von der Klingenstadt mitbekommt. (Übrigens: schade, dass da schon was vom Propeller weggeflogen ist ...)


Einmal oben, wollen Künstler natürlich auch wissen, wo die Erde aufhört und das Weltall beginnt und ob es wirklich stimmt, dass man mit ESA-Satelliten Flightball spielen kann, eine Art Fußball, nur mit den Tragflächen angekickt. Und ob der Sputnik noch fliegt. Also begibt man sich noch ein paar tausend Kilometer in die Höhe und fliegt mal eben durchs Weltall. Übrigens: Grüße von der Besatzung der Raumstation ISS, die haben sich über den Besuch sehr gefreut. (Übrigens: mit einem solchen Propeller würde ICH NICHT fliegen.)


Wer privat fliegt, muss sich auch privat das Butterbrot mitnehmen und so sieht man hier Peter Wischnewski neben seiner Bordverpflegung und einer lädierten Hand in seinem Element, hinter dem Skizzenblock. AIRBORN PAINTING ist die Spezialität dieses Talents, eine Kunstrichtung, die soeben erfunden wird. Hier sind wir per Fotografie Zeuge dieser historischen Stunde.


Aus der Perspektive der zweiten Sitzreihe betrachtet Peter Wischnewski die erste Reihe (links sitzt der Pilot, rechts Timm Kronenberg, und es hätte ein böses Ende nehmen können, wäre Timm der Pilot gewesen) und hält sie für die Ewigkeit fest. Weil ja nur Timm sein iPhone mit eingebauter Kamera-Funktion dabei hat und die anderen Kameras außen am Flugzeug befestigt sind, wo sie die Skizze nicht sehen können.


Aber wir können das Ergebnis sehen. Hier ist es. Frei von jeglichen Turbulenzen.


Als sie dann alle wieder glücklich gelandet sind, roger, clear for landing, sagte und bewies Timm Kronenberg: so, jetzt bin ich hoch geflogen (ääääh, wie hieß die Sängerin noch mal, ääähhh???), JETZT WERDE ICH AUCH MR. PRESIDENT. Na, soll er doch, warum nicht?! Ein Luftikus war er, - - - aber nein, das gehört hier nicht hin.